Die rund 700 LEG-Wohnungen am Berg Fidel sind nicht im optimalen Zustand. (Foto: Werner Szybalski)
SPD: „Causa LEG muss auch politisch angegangen werden“
Die
Beschwerden von Mieterinnen und Mietern des Wohnungsunternehmens LEG
nehmen nicht ab: Seit Jahren kommt es in den LEG-Wohnungen in Berg Fidel
und weiteren Stadtteilen immer wieder zu großflächigem Schimmelbefall,
defekten Aufzügen, Wasserschäden und Problemen bei der Wasserversorgung.
Die SPD will die „causa LEG“ nun auch verstärkt politisch angehen.
„Uns ist die teils katastrophale Lage in den LEG-Wohnungen sehr
bewusst, vieles haben wir mit eigenen Augen gesehen. Das Unternehmen
kommt trotz Gewinnen in Milliardenhöhe seiner Verantwortung gegenüber
den Mietenden vielfach nicht nach“, sagt Simon Kerkhoff, der
SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Hiltrup.
„Wir sind
im Kontakt zu LEG-Mieterinitiativen, der SPD-Landtagsfraktion und haben
auch ein Gespräch mit dem CEO der LEG geführt. Für uns steht fest: Die
Stadt Münster muss Mieterinnen und Mieter weiterhin und verstärkt bei
Missständen in den LEG-Wohnungen unterstützen und die zur Verfügung
stehenden rechtlichen Mittel nutzen. Dazu befinden wir uns aktuell in
Gesprächen mit anderen Parteien, um mit politischem Druck eine
substanzielle Verbesserung zu erreichen“, betont Lia Kirsch,
wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Die Missstände in
LEG-Wohnungen treffen Menschen besonders hart, die sich etwa aufgrund
mangelhafter Sprachkenntnisse oder geringem Einkommen kaum gegen
Vertragsverletzungen wehren können. Gerade diese Menschen müssen von der
Stadt noch besser unterstützt werden. Hier haben wir daher bereits
einen Antrag verabschiedet, der es Sozialhilfe-Empfängern und
Empfängerinnen vereinfacht, Mieter*innenberatungsscheine zu erhalten. So
erhalten sie in Härtefällen kostenlos juristischen Beistand“.
Quartiersmanagement soll für Abhilfe sorgen
Simon Kerkhoff fügt hinzu: „In unserer Fraktion in der BV Hiltrup arbeiten wir außerdem gerade an einem Antrag, der die Einrichtung eines Quartiersmanagements für Berg Fidel als Ziel hat. Wir brauchen hier vor Ort eine Ansprechperson von der Stadt, die für die Menschen da ist und sie unterstützt. Denn die LEG nimmt mittlerweile Beschwerden von Mietenden, die sich häufiger bei ihr melden, nicht einmal mehr entgegen. So kann und darf es nicht weitergehen!“.
Quelle: Pressemitteilung der SPD Münster
Ich fürchte, unsere Politiker pellen sich ein Ei darauf, wie es um die Mietsituation in Münster bestellt ist. Lippenbekenntnisse allenthalben. Lieber werden „Leuchtturmprojekte“ begrossschnauzt, anstatt das Notwendigste für die Bürgerinnen und Bürger zuförderst in Angriff zu nehmen.
Ich nenne da nur mal die Schulsanierung und Ausstattung. 40 Mio € für eine unnötige Investition für ein auf Jahrzehnte nicht ausgelastetes Stadion aber Abluft- u. Filtersysteme für Schulräume sind zu teuer! Wohnungsbau- und Erhalt für Menschen mit begrenztem Einkommen findet nicht oder nur begrenzt statt. Populistisch verkündete Großtaten von Wahlperiode zu Wahlperiode…..und in Münster scheint es, wenn die Verantwortlichen planen, heißt das, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen…gewollt, oder weil sie es nicht können…